Gemüse vom dem eigenen Beet macht in vielerlei Hinsicht glücklich. Der Gärtner ist in seinem Garten, wie der Fisch im Wasser: lebendig und froh. Der Kontakt mit Erde und Pflanzen, die Witterung, die Natur und alles, was dich umgibt, macht dich glücklich. Und am alljährlichen Ende dieses schönen Weges, auf dem du deine Gartenbewohner vom Samenkorn bis zur reifen Frucht begleiten darfst, steht eine reiche Ernte wohlschmeckender und gesunder Gemüse.

Um es vorwegzunehmen: ich bin kein Influenzer, der mit enormen Followerzahlen von sich reden machen möchte. Wer mir zuhören möchte, wird vielleicht etwas nützliches erfahren, das er womöglich noch nicht wußte.
Ich bin Gärtner Michael, Baujahr 68, habe mit 18 Jahren eine Gärtnerlehre abgeschlossen und einige Zeit später das Diplom als Gartenbauingenieur in den Händen halten dürfen. Ich hatte 20 Jahre eine kleine Gärtnerei, die ihr auf dieser Homepage als Foto besichtigen könnt. Ich mußte leider damit aufhören, weil meine Orthopädie nicht mehr so wollte, wie ich.
Ich habe damals als Lehrling und Jungspund leider nicht immer zugehört. Es gab vor einigen Jahren in meiner Heimat einige gute Gärtnermeister, die ich hätte fragen sollen. Das habe ich aber leider nicht getan und habe mir später so manches Berufsgeheimnis selbst erarbeiten müssen.
Auf den folgenden Seiten teile ich meine Erfahrungen aus etlichen Berufsjahren, weil der handwerklich ausgeübte Gärtnerberuf so gut wie ausgestorben ist und ich möchte, daß die gute gärtnerische Praxis, mit der ich „aufgewachsen“ bin, im Herzen von euch Gartenfreundinnen und -freunden erhalten bleibt.
Grabt ein Stückchen eures Rasens um ! Es muß ja für den Anfang nicht viel sein. Versucht euch zuerst an Kopfsalat und Radieschen, alles andere kommt von selbst dazu - ihr werdet schon sehen !
Wer keinen eigenen Garten hat, der kann leicht im benachbarten Gartenverein einen bekommen. Wer es noch nicht kennt, der lerne das schöne Gefühl der Gemeinschaft der Gartenfreunde kennen: Das gemeinsame Sommerfest, die Hauptversammlung, den Schwatz am Gartenzaun, die „Subotniks“, also die gemeinsamen Arbeitseinsätze (bei denen sich noch niemand totgearbeitet hat).
Und nun wünsche ich viel Vergnügen bei der Lektüre.