Der Islandmohn ist ein beachtlicher Zwerg, der aus dem hohen Norden stammt und die härtesten Winter gewohnt ist. Außerdem sät er sich selbst aus, ist jedoch nicht sehr langlebig. Er sollte als zweijährige Pflanze kultiviert werden, obwohl er älter werden kann. Bestens eignet sich der Islandmohn für den Steingarten, Schale & Kübel, sowie den Vorgarten.
Die hübsche Staude möchte einen sonnigen Platz. Sie ist äußerst anspruchslos und präsentiert sich gern in einer Gruppe zu mehreren Pflanzen. Ein Rückschnitt der meisten Samenkapseln vor der Reife kann empfohlen werden, damit dieser seltene Zwerg nicht durch Selbstaussaat lästig wird.
Besonders ist an dieser Stelle die sehr lange Blütezeit von Ende Mai bis September/Oktober und die sehr hohe Blühfreudigkeit zu erwähnen. Die hellgelben Blüten besitzen eine einzigartige Leuchtkraft. Sehr schön ist auch eine Flächenpflanzung mit 16 Stauden je m².
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Mai. Die Samen, die in Massen von eigenen Mutterpflanzen geerntet werden, sind recht fein, daher sollten sie nicht oder nur sehr dünn übersiebt werden. Sie keimen schnell innerhalb weniger Tage. Die feinen Sämlinge kosten viel Zeit beim pikieren, so daß es sich lohnt, direkt in den Endtopf oder in Multipaletten zu säen. Die jungen Pflanzen kommen rasch fort und müssen bald ausgeräumt werden, damit sie nicht durchwachsen. Die ersten verkaufsreifen Exemplare sind spätestens zum Herbstgeschäft zu erwarten.