Alpenglöckchen (Soldanella montana)
Bildquelle: Https://www.staudenkatalog.de

Alpenglöckchen

Soldanella montana

Das Alpenglöckchen ist eine Pflanze der heimischen Gebirge, genauer Alpen, Bayerischer Wald, Böhmischer Wald. Dort ist es vereinzelt oder gar selten noch in Schutzgebieten zu finden, wenn man weiß, wo man suchen muß. Umso kostbar er ist es als Gartenschatz. Es war die wertvollste Staude, die unsere Gärtnerei damals anzubieten hatte und der erklärte Liebling des einstigen Zeutscher Gärtners.

Im Steingarten, in Betonpflanzsteinen oder auf einem Ehrenplatz im Staudenbeet ist die winterharte und Jahrzehnte ausdauernde Soldanella gut aufgehoben. Sie benötigt einen schattigen bis halbschattigen Gartenplatz und einen feuchten und humusreic hen Boden, der zudem durchlässig sein sollte. Er wird vor der Pflanzung mit Nadelerde aus dem Wald oder ersatzweise mit Laub- bzw. Grünkompost oder Torf angereichert.

Alpenglöckchen blühen im April und sind in Ihrer Zierlichkeit kaum durch eine andere Frühlingsblume zu übertreffen. Mit dieser Blume tut der Gartenfreund etwas für die Arterhaltung und zeigt seinen Sinn für das Besondere und Kostbare.

Wenn erst einmal die wirklich nicht einfache Anzucht aus Samen gelungen ist, ist es angeraten, einen Mutterpflanzenbestand aufzubauen. Sind diese erst einmal gut bestückt, wird die Vermehrung zum Kinderspiel, weil sich die kostbare Zwergstaude willig im Frühjahr teilen läßt. Sie wächst langsam heran, so daß erst im Frühjahr nach der Teilung mit ersten verkaufsreifen Pflanzen zu rechnen ist. Einige Exemplare brauchen jedoch noch länger.

Impressum | Datenschutzerklärung